Wohnimmobilien

Der Wohnimmobilienmarkt in Deutschland

Trotz einer rückläufigen Bevölkerungsentwicklung wird die Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland bis über 2020 hinaus weiter steigen. Grund hierfür ist das weitere Anwachsen der Haushaltszahlen durch einen ungebrochenen Trend zu Single-Haushalten. Erst auf lange Sicht wird die demographische Entwicklung – und hier insbesondere die starke Abnahme der für die Wohnungsnachfrage besonders wichtigen Bevölkerungsgruppe der 30 – 49jährigen Personen um mindestens ein Drittel bis 2050 – zu einem Rückgang beim Wohnungsbedarf führen. Zu diesem Ergebnis kommt die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in ihrer Studie „Perspektiven der Wohnwirtschaft“.

Während der Wohnungsneubau mittel- und langfristig weiter an Bedeutung verliert, wird der Anteil an Investitionen in den Wohnungsbestand immer größer, schreiben KfW-Volkswirte. Auch wird die Alterung der Bevölkerung in Deutschland eine nachfragesteigernde Wirkung auf den Wohnungsmarkt haben: Bis zum Jahr 2020 werden deshalb zusätzlich 800.000 Wohnungen gebraucht.

Das Vermögen der deutschen Privathaushalte besteht zu 60% aus Immobilien. Dabei konnten bislang in den prosperierenden Ballungszentren überwiegend solide Wertzuwächse erzielt werden, zuletzt noch einmal stimuliert durch die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise, die bei den Anlegern eine erhöhte Nachfrage nach Immobilien auslöste. Dies führte zu überdurchschnittlich steigenden Preiserhöhungen insbesondere bei Immobilien in Ballungszentren. Marktbeobachter sehen aus heutiger Sicht für die nächsten 10 – 15 Jahre deshalb kaum noch Wertsteigerungspotenzial an derartigen Standorten.

Attraktive Renditen und hohe Einnahmesicherheit durch Wohnimmobilien

Im Vergleich zu Gewerbe- und Sonderimmobilien bietet der Wohnimmobilienmarkt dem Anleger ein höheres Maß an Sicherheit und Wertbeständigkeit. Langfristig betrachtet bewegt sich der Preisindex für Wohnimmobilien über der allgemeinen Preissteigerungsrate. Insbesondere die Entwicklung der Bestandsmieten bei Wohnungen liegt - in der Betrachtung seit 1990 - leicht über der Inflationsrate. Generell gilt, dass stabile Mieterträge für Immobilieninvestitionen von höherer Bedeutung sind als die langfristige Wertentwicklung, denn sie führen überwiegend zu einer besseren Gesamtrendite.

Gerade im aktuell kritischen Umfeld gilt es für den Anleger verstärkt krisensichere und langfristig wertbeständige Anlageformen bei der eigenen Vermögensanlage zu berücksichtigen.

 

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